Onlinefrage

Wie könnte ein Krieg in 100 Jahren aussehen?
Uns interessiert Ihre Meinung, Ihre Vision, Ihre Utopie! Und Ihre Fantasie!

 

 

 

Wenn die Menschheit in 100 Jahren noch existiert, also wir und die nachkommenden Generationen die kriegslüsternen Mächte daran hindern konnten Atom- und andere Massenvernichtungswaffen anzuwenden und wenn sich der demokratische Volkswille der Massen durchsetzt, Waffen zu vernichten und abzurüsten, dann werden die Eltern ihren Kindern, die Lehrer in den Schulen, die Wissenschaftler den Studenten mit abschreckenden Beispielen von Kriegsgräuel erklären, warum es weiterhin notwendig sein wird, das Kapital als politisch-ökonomische Herrschaftsform auszuschalten, die Großbetriebe in demokratisch kontrolliertem Gemeineigentum zu belassen, das Verbot von Waffenexporten durchzusetzen und mit Nachbarn friedvoll und solidarisch umzugehen…Georges Halleermayer 09.03.2016

Die Frage ‘Wie könnte ein Krieg in hundert Jahren aussehen?’ verunsichert mich. Mir behagt die Frage ‘Wie könnte Frieden in hundert Jahren aussehen?’ viel, viel mehr. Viel mehr. Oder auch Frieden in zehn, zwanzig Jahren…
Kriege sind irrational, ohne wirkliche Kontrolle laufen sie, und sie nehmen tausende Tote mit, weil es angeblich einen Sinn hat. Krieg hat keinen Sinn. Nicht einen. Krieg ist nicht erstrebenswert. Niemals. Auch nicht in hundert Jahren. Gäbe es jetzt Krieg, er liefe aus dem Ruder, sprich: danach, durch ihn, wäre der Planet von der Menschheit befreit, naja, sicher nicht ganz, aber doch sehr reduziert…: das bekäme dem Planeten. Was ist mit den Menschen? Wo ist die Einsicht: alle Menschen sind gleich? Nur so geht es, alle mit allen auf Augenhöhe, miteinander füreinander. Individualität ist privat, privat ist heilig, Gemeinschaft ist sozial, sozial ist lebensnotwendig. Es braucht Respekt und Würde, dann folgt die Akzeptanz. Liebe an und für sich, das bedeutet das Hirn zu benutzen, wenn Herz und Seele ja sagen können.
Den Krieg der Zukunft als Thema mag ich nicht, mag ich auch nicht wirklich unterstützen. Ich möchte den Frieden unterstützen, every day and every night.
Weltkrieg ist Massaker, im Kleinen wie im Großen, tödlich. Es lebe das Leben, das friedliche Leben miteinander. Wir, jede/r Einzelne ist Weltbürger und mit verantwortlich. Auch, jeden weiteren Krieg zu verhindern. Ich wünsche mir den Fokus auf Gemeinsamkeiten, nicht auf Gegensätze. Die Gegensätze führen evtl zum Krieg, die Gemeinsamkeiten zu Frieden. LG, SuzieQ SuzieQ 23.02.2016

 

Kriege in der Zukunft werden um Ressourcen gedreht werden,… Wasser, fossile Brennstoffe, Energie, Territorien, Macht und ihren Missbrauch. Skrupellosigkeit wird die nächsthöhere/-niedrigere Skrupellosigkeit übertrumpfen, Hass steht über Empathie, ungesunder Egoismus über gesundem, wie heute gelernt: ein fähiger Mensch wird reduziert werden auf die ‘Drogen’, die ihm das Leben/das Überleben erst möglich machen können… das Perverse ist, dass alle Alkis die rote Nase rümpfen und sich über ihn stellen werden, weil… und nicht weil… weil sie sich für besser halten und nicht weil sie empathisch sind.
Leben im Hier und Jetzt ist ok. Gedanken über die Zukunft machen ist mehr als ok, ist unerlässlich. Sich frühzeitig um einen Wechsel des Bisherigen, aber Sterbenden, bemühen ist Kultur.
Kultur fehlt, wenn es Krieg gibt.
Sinn macht: die Suche und das Finden von Alternativen zum Bisherigen.
Keine Atomspaltung, keine Ottomotoren, keine Lebensmittelvernichtung, keine Ausbeutung, keine Bennennung von human capital, stattdessen die Sinne einsetzen: Herz über Kopf, wenn der Verstand herzlos agiert, zukunftsorientiert, ohne Schaukeln der eigenen Eier, klar, direkt, ohne falsche Kompromisse. Jetzt: die Türkei darf und muss die Kurden respektieren, nichts anderes, Assad hat Syrer zu respektieren, nichts anderes, europäische Länder stehen für ihre Fehler gerade und begehen sie nicht weiter, Deutschland wird human agieren und weltweit gilt: die Würde des Menschen ist unantastbar. Am besten ist, wenn niemand auch nur auf die Idee kommt, die Würde sei antastbar.
Und dann, sofort: der Blick auf den Planeten, die Basis menschlichen Daseins… aufstehen, Krone richten, weiter gehen. Mit Liebe in Herz und Blick. Vernichtung ist Hilflosigkeit. Krieg ist Vernichtung. Von allem. SuzieQ 03.03.2016

 

Der Krieg, insofern der Planet in 100 Jahren sich noch in einem Zustand befindet, der Krieg überhaupt ermöglicht, wird vor allem im Kopf des Einzelnen stattfinden.

So wie Kriege mit Beginn des 21. Jahrhunderts nun nicht mehr zwischen Staaten, sondern als sog. asymmetrische Kriege zwischen Interessensgruppen geführt werden (oftmals sogar, ohne eine Auseinandersetzung als Krieg anzuerkennen), so wird sich die Natur des Krieges weiter wandeln. Mithin steht zu vermuten, dass die Kriege der Zukunft mit immer weniger Soldaten auskommen werden. Der Kaptitalismus, sich im Todeskampf windend wird es sich, wie gegenwärtig noch möglich, nicht einmal an der Peripherie leisten können, klassische Kriege zu führen, da das durch die Militärindustrie generierte Wachstum irgendwann die durch die Zerstörung der Kriegsgebiete verursachten Rückgänge des Wachstums nicht mehr aufzuwiegen vermag (hierbei ist davon auszugehen, dass Zug um Zug auch die letzten Weltregionen endgültig der kapitalistischen Verwertungslogik anheimfallen).

Stattdessen wird der Krieg in den Köpfen stattfinden, durch schon bekannte Methoden wie Propaganda und Desinformation, aber vor allem durch Methoden, deren Möglichkeiten sich gerade erst abzuzeichnen beginnen: Nanotechnologie, die es ermöglichen wird, winzigste Objekte in Organismen einzuschleusen und diese zu kapern bzw. zu verändern, indem sie an das Gehirn andocken, neuronale Bahnen verändern und letztlich die Kontrolle über das Bewusstsein erlangen.raphaelunser 01.03.2016

 

Der Krieg ist der Vater aller Dinge – heißt es bei Heraklit und alle klugen Philosophen erklären dazu, dass dieser Spruch nicht so gemeint ist, wie er da steht. Er sei Teil des Begriffspaars „Krieg – Frieden“ und den zweiten könne man nicht ohne den ersten haben…usw. So ist auch ganz sicher nicht der Frieden die Mutter aller Dinge.

Ich denke, die Kriege in 100 Jahren werden weniger auffällig stattfinden und genau so tödlich sein.
Der – hoch umstrittene – Militärhistoriker Martin van Creveld spricht in seinem 1998 erschienenen Buch
Die Zukunft des Krieges davon, dass der „konventionelle Krieg“ zunehmend verschwinde.
Die neue Strategie des „Low Intensity Conflicts“ habe ihn immer mehr ersetzt und werde ihn weiter ersetzen.
Kriegsgründe – in der Tat sind es immer ähnliche: Ressourcen aller Art begründet mit weltanschaulichen und religiösen Argumenten.

Wenn man die gegenwärtige Situation in Syrien betrachtet, kommt es einem wenig glaubhaft vor, dass die konventionellen Kriege verschwinden.
Dort herrschen die konventionellen Waffen, aber die Drohnen,die – ohne jeden „Feindkontakt“ Menschen vernichten, lassen an eine Zukunft des noch anonymeren Tötens denken.

In der Ukraine scheint es gelungen den Konflikt „herunter zu dimmen“. So könnte die Zukunft – in der Tat – noch mehr als bisher in den Köpfen der Menschen stattfinden, wie ein Kommentator schon anmerkte. Im Kopf derer, die Drohnen – in der Zukunft vielleicht noch viel kleiner und tödlicher – lenken. Oder sich neue Angriffe – auf eine durch das Weltnetz immer verwundbarer gewordene Infrastruktur – ausdenken. Auch darüber wird schon sinniert. Die Stromversorgung, die Kommunikation, die Wasserversorgung – höchst verwund- und angreifbar.

Van Creveld zeigt in seinem Buch eine starke Faszination für das Handwerk des Tötens. Darüber gibt es auch reichlich Literatur – auch unter dem Genderaspekt. Ich will das jetzt nicht vertiefen. Es gab aber Autoren, die in der „Kriegsfaszination“ der letzten 100 Jahre eher die Faszination für das Technische sehen. Wenn ich das – in die Zukunft – weiterspinne, dann sehe ich in der Faszination für die gegenwärtige und zukünftige virtuelle Welt – die Cyberwelt- eine Faszination, die die Vernichtung von Menschen zumindest mit bedenket. Wenn z. B. Ideen von der Überwindung des Körpers Trans- und Posthumanismus in Konfliktüberlegungen einfließen, dann könnte z. B. die Hemmung Menschen zu vernichten, schnell sinken.

Kriege sind dezidiert nicht nur menschenfeindlich, sondern explizit körperfeindlich. Wenn es Theorien über die Überwindung des Körpers gäbe, bei denen man – in anderer Form – trotzdem weiterleben kann – würde auch das Hemmschwellen senken.

Vielleicht bin ich jetzt in Richtung „Hollywood“ abgedriftet, obwohl ich noch nie einen solchen Sciencefiction-Film gesehen habe. Aber, die Debatten, die da entstehen, gehen über das Kinopublikum hinaus. Und – wenn man die Welt der Ego Shooter und Warcraft-Spiele betrachtet: So haben die eigentlich beides: Einen Rückgriff auf längst vergangene Kampftechniken wie einen – faszinierten Blick auf die Möglichkeiten der Zukunft.
Entschuldigung: Jetzt habe ich mich ein bisschen fest gesponnen.

An eine Zukunft ohne Krieg – gleich in welcher Form – ist schwer zu glauben.Magdalene Geisler 11.03.2016

 

 

Ich denke nicht, dass sich Politiker groß ändern werden. Vermutlich gibt es weiterhin Krieg. Die Gesellschaft wird älter, Jugend eine Ressource, die ausgebeutet werden muss. Keine Jungen Soldat** mehr, nur noch kämpfende Menschen über 70. Massenvernichtungswaffen sind ein No-Go, da dadurch die umkämpfte Ressource stirbt. Die Schlachtfelder Alten- und Behindertengerecht, ich schlage ein Schachturnier vor.

Das ist alles optimistisch. Aber ein bisschen ernst gemeint. Blaues Auge 22.02.2016

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Ein Gedanke zu “Onlinefrage

  1. das pervers-absurde ist ja, dass die frage nach dem krieg in hundert jahren was utopisches hat, denn sie setzt die möglichkeit von leben in hundert jahren voraus ….

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